Grundlagen
Was ist Festgeld?
Beim Festgeld legst du einen Betrag für eine vereinbarte Laufzeit zu einem festgelegten Zinssatz an. Die Planbarkeit ist der Vorteil. Der Nachteil ist die geringere Flexibilitaet, denn vor Ablauf der Laufzeit kommst du in der Regel nicht frei an das Geld.
Deshalb sollte ein Festgeldvergleich nicht nur nach dem höchsten Zinssatz sortiert werden. Wichtig sind Laufzeit, Einlagensicherung, Zinsgutschrift, Mindestanlage, automatische Verlängerung und die Frage, ob du das Kapital wirklich nicht vorher brauchst.
Unterschied
Festgeld oder Tagesgeld: der Unterschied ist vor allem Verfügbarkeit
Tagesgeld ist für flexible Rücklagen gedacht. Der Zinssatz kann sich ändern, dafür bleibt das Guthaben kurzfristig verfügbar. Festgeld ist für planbare Zeiträume gedacht, in denen du auf den Betrag verzichten kannst.
Ein höherer Festgeldzins ist nur dann sinnvoll, wenn die Bindung zum eigenen Liquiditaetsbedarf passt. Bei unsicherem Zeithorizont kann ein etwas niedrigerer, aber flexibler Tagesgeldzins die bessere Planungslogik sein.
Beispiel
Festgeldzinsen berechnen: Laufzeit macht den Unterschied
Im Beispiel werden 20.000 € zu 3 % p.a. angelegt. Bei 24 Monaten entstehen rund 1.200,00 € Bruttozins. Nach vereinfachter Steuerannahme liegt das Netto-Endguthaben bei rund 20.884 €.
| Laufzeit | Bruttozins | Steuerannahme | Netto-Endguthaben | Kaufkraft |
|---|---|---|---|---|
| 12 Monate | 600,00 € | 158,25 € | 20.442 € | 20.041 € |
| 24 Monate | 1.200,00 € | 316,50 € | 20.884 € | 20.073 € |
| 36 Monate | 1.800,00 € | 474,75 € | 21.325 € | 20.095 € |
Checkliste
Vor dem Festgeldabschluss: diese Punkte gehören in die Prüfung
- Passt die Laufzeit zu geplanten Ausgaben und zur Notreserve?
- Ist die Einlagensicherung für Betrag, Bank und Land nachvollziehbar?
- Wird der Zinsertrag laufend oder erst am Ende gutgeschrieben?
- Verlängert sich das Festgeld automatisch, wenn du nicht kündigst?
- Ist der nominale Mehrzins nach Steuer und Inflation noch relevant?